Weihnachtsbrief von Frisch & Fein 21.12.2016

Frohe Weihnachten



Letztens meinte eine Kundin, wir sollten doch mal mit der Zeit gehen, woanders bekäme sie 10% Rabatt mit ihrer Kundenkarte. Tja, die Zeit treibt seit längerem eigenartige Blüten mit eher verstörender Duftnote. Da ist dieses Rabattthema noch das geringste Problem auf unserer Welt. Und doch kann man daran im Kleinen erkennen, woran es uns im Großen mangelt.

Wer sich mit den deutschen Lebensmittelpreisen beschäftigt, erkennt ganz schnell, dass viele unserer europäischen Nachbarn, allen voran Frankreich, besser kalkulieren. Unsere Lebensmittel dagegen sind sehr günstig. Sogar Biolebensmittel.

Wer sich mit der Landwirtschaft beschäftigt, erkennt ganz schnell, dass ein bayerischer Familienbetrieb, der sich um das Wohl des Bodens, seiner Tiere und der Umwelt ehrlich bemüht, stets um das wirtschaftliche Überleben kämpfen muss.

Wer sich mit Einkommen in Deutschland beschäftigt, erkennt ganz schnell, dass in keinem  Lebensmittelgeschäft Großverdiener arbeiten. Auch nicht im Biomarkt.

Und wer sich mit Kundenkarten beschäftigt, erkennt ganz schnell, dass es nirgendwo 10%  auf Alles gibt und auch  nicht geben kann und ein großer Baumarkt genau an dieser Werbestrategie gescheitert ist.

Gut, etwas erkennen, indem man sich mit dem Thema beschäftigt, ist wohl gerade wirklich nicht zeitgemäß. Es ist nicht nur ein amerikanisches Phänomen, dass sich viele Menschen mit den schwierigeren Themen nicht mehr groß beschäftigen mögen. Es ist ihnen zu kompliziert geworden. Vielleicht ja, weil zu jeder Expertenmeinung eine Expertengegenmeinung präsentiert wird und es anstrengend bis unmöglich ist lange Argumentationsketten nachzuvollziehen und jetzt auch noch gezielte „Fakenews“ im Wahlkampf eingesetzt werden und krasse Lügen von Präsidentschaftskandidaten - nicht nur in Amerika, aber dort mit großem Erfolg. Man könnte verzweifeln.

Ich habe mir gedacht, ich muss der Frau ja für Ihren Rat mit der Zeit zu gehen, nicht böse sein. Aber ich habe mich damit beschäftigt. Und erkannt, dass es für mich nicht in Frage kommt. Jede Zeit hat ihre vergänglichen Moden, unsere gerade eine sehr gefährliche Mode. Dagegen hat ein fairer Preis am Regal etwas mit Transparenz, Ehrlichkeit und Solidarität zu tun und gar nichts mit Augenwischerei. Das soll so bleiben, Mode hin oder her.

Berlin, Washington, Aleppo – man könnte verzweifeln. Aber das hilft nicht weiter. Wir sind genug Menschen, die Terror, Lügen und Verbrechen erkennen können und wir müssen gemeinsam weiter daran arbeiten, unsere Welt einvernehmlich, ehrlich und solidarisch zu gestalten im Kleinen wie im Großen. Eine echte Weihnachtsbotschaft ist das. Und mit dieser Botschaft möchte ich Ihnen besinnliche Weihnachtstage wünschen und ein Gesundes Neues Jahr.


         Ihr Reinhard Gromotka                                                      




Das Team von Frisch & Fein wünscht Ihnen erholsame Feiertage mit viel Wärme und Licht im Herzen


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