Frisch & Fein KundenInfo Februar 2015

Liebe Frisch & Fein - Kundinnen und -Kunden,
 
Mit unserer ersten Info-Mail des neues Jahres melden wir uns gleich mit ein paar Verkostungs-Highlights. Wie immer gibt es die jeweiligen Produkte am Verkostungstag zum Angebotspreis.
Hier die Themen dieser KundenInfo

1. Verkostungstermine im Februar
Sabine Lackner stellt Firmen und Produkte vor

2. Wir haben es satt
erfolgreiche Demo gegen die weltweite industrielle Agrarwirtschaft mit Tagwerk-Beteiligung

3. Landshuter Schutzbündnis gegen die Schlachthoferweiterung
erfolgreiche Gründung mit großem Unterstützerkreis

4. Rückmeldungen
Reaktionen auf die letzte KundenInfo

_______________________________________________________________________________________________

1. Verkostungstermine im Februar

Sabine Lackner stellt Firmen und Produkte vor


Probieren überzeugt. Oder auch mal nicht. Über Geschmack kann man sich jedenfalls nicht streiten, denn jeder hat seinen eigenen. Und deshalb ist es uns so wichtig immer wieder Probieraktionen im Laden durchzuführen, damit Sie mal reinschmecken können. Sabine Lackner stellt Ihnen hier zwei der kommenden Aktionen vor.






Freitag, 6. Februar
: Herbaria

Am Freitag, den 06.02.2015 möchten wir Ihnen gerne den oberbayrischen Kräuter-, Gewürz- und Teespezialisten Herbaria näherbringen. Ernst Billich, seit vielen Jahren Chef unserer Käseabteilung, selber Feinschmecker und passionierter Koch wird Ihnen aus eigener Kocherfahrung einige von Herbaria`s Feinschmecker-Gewürzen, vorzugsweise aus deutschem Biolandanbau, vorstellen. 

Hier schon mal ein kleiner  „Vorgeschmack“:
Die Kunst des Thymian-Anbaus in Schwebheim in Franken

Biobauer Christian Hennings baut den Thymian für die Bio-Feinschmecker Gewürze an – in Schwebheim, dem sogenannten Kräutergärtlein Frankens. Hier ist der leichte, sandige Boden ideal für den Kräuteranbau geeignet, eine Grundvoraussetzung für den besonderen Geschmack. Trotzdem bleibt gerade der Thymiananbau eine echte Herausforderung.Bio-Anbau von Herzen
„Ich habe schon viele Bauern aufgeben sehen“, lacht Christian Hennings, „denn um Thymian muss man sich jeden Tag intensiv kümmern.“ Er bückt sich, um einen winzigen Rest Portulak zwischen den Thymiansträuchern auszurupfen. Christian Hennings scheut den enormen Mehraufwand des Bioanbaus ohne chemisch-synthetische Düngemittel nicht. Er ist Biobauer aus Überzeugung. Nach seinem Landwirtschaftsstudium hat er den kleinen Hof in Schwebheim gepachtet und die gesamten 30 Hektar in Bio-Anbaufläche umstrukturiert. Jetzt wachsen auf seinen Feldern Thymian, Majoran, Ysopkraut und viele andere Kräuter höchster Bio-Qualität. „Ich könnte mir nicht vorstellen, meine Kräuter mit Fungiziden und anderen Wirkstoffen zu behandeln. Ich baue meine Pflanzen so an, wie ich sie auch selbst am liebsten essen würde.“
 

So perfekt wie irgend möglich
Christian Hennings ist nicht der einzige Biobauer in Schwebheim. Das ist gut, denn so kann der Wind keine Düngemittel von benachbarten Äckern auf seine sorgfältig gepflegten Bio-Pflanzen wehen. Unkraut darf auf den ordentlichen Bio-Feldern natürlich trotzdem nicht wachsen. Zuerst wird maschinell gestriegelt, dann in mühevoller Handarbeit gejätet. Außerdem beachtet der Feinschmecker-Bauer die Bodenbeschaffenheit jedes einzelnen Quadratmeters und wählt die Fläche für seinen Thymian sorgfältig aus. Auch das garantiert den feinen geschmacklichen Unterschied.

 

Freitag 13. Februar: La Selva

Am Freitag, den 13.02.2015 erwarten wir dann LaSelva. Wir freuen uns sehr, dass LaSelva als
Urgestein der Bioszene mit eigenem Anbau und eigener Verarbeitung in der Toskana zu uns kommt.



LaSelva liegt in der südlichen Toskana und betreibt seit 1980 ökologischen Landbau. Auf ca. 350 ha Nutzfläche werden Gemüse, Obst und Wein angebaut, aber auch Getreide und Futtergemenge, denn der Biohof ist ein vielseitiger Gemischtbetrieb mit Tierhaltung. In der Fruchtfolge wechseln sich in mehrjähriger Rotation Getreide- und Gemüsekulturen sowie Futter- und Weideflächen ab.
 
Direkt vom Feld ins Glas: Das Gemüse und Obst von LaSelva Feldern in der Toskana wird vollreif geerntet und innerhalb kürzester Zeit erntefrisch verarbeitet. Das ist möglich, weil die Verarbeitung direkt auf dem Hof oder in der eigenen, nahe gelegenen Fabrik stattfindet und lange Transportwege und Zwischenlagerungen entfallen.
 
Bei uns können Sie an diesem LaSelva-Tag also Italien pur genießen
mit Antipasti, Pestos, Saucen, Essig und Öl.




________________________________________________________________________________________________

2. Wir Haben Es Satt
erfolgreiche Demo gegen die weltweite industrielle Agrarwirtschaft mit Tagwerk-Beteiligung

Am 17.Januar gingen in Berlin zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis fordert von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug von 50.000 DemonstrantInnen an. Das „Wir haben es satt!“-Bündnis hat in den letzten Jahren viel erreicht: TTIP ist in aller Munde und 97% der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab. Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert. Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst. Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft. www.wir-haben-es-satt.de



_______________________________________________________________________________________________

3. Landshuter Schutzbündnis gegen die Schlachthoferweiterung
erfolgreiche Gründung mit großem Unterstützerkreis

Frisch & Fein ist ebenso wie unsere Genossenschaft Tagwerk Teil des neuen Schutzbündnisses. Mit dabei sind auch Bund Naturschutz, Grüne, ÖDP, AbL und viele andere Initiativen. Die Ziele beschreiben die Initiatoren so:

"Seit im August die Erweiterungspläne des Schlachthofes in Landshut bekannt wurden, wird in der Landshuter Bevölkerung und in verschiedenen Organisationen darüber kritisch diskutiert. Dabei geht es zumeist nicht mehr nur um die Vergrößerung des Schlachtkontingents, sondern auch um die eine Massenschlachtung begleitenden Faktoren wie Tierschutz, Billigfleisch, Ausbeutung der Arbeiter in den Schlachtbetrieben. Als Voraussetzung und Folge von großen Schlachtbetrieben wird ebenfalls über die massenhafte Zunahme von Mastbetrieben vor allem aber nicht nur im nördlichen Landkreis Landshut diskutiert. Diese Entwicklung führt zunehmend zu einem Akzeptanzproblem von Landwirten, bzw. zu  sozialen Unverträglichkeiten.
Mit diesen verschiedenen Aspekten der modernen Fleischproduktion bzw. ihren negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt wollen wir uns in einem Schutzbündnis beschäftigen.
Wir möchten mit Aktionen und Veranstaltungen zu einer Sensibilisierung bezüglich des Umgangs mit Nutztieren als Teil der Schöpfung beitragen. „Der Wert einer Kultur bemisst sich daran, wie sie sich gegenüber Tieren verhält“, sagte einst der große Friedensstifter und Philosoph Mahatma Gandhi. Der Tierschutz ist zwar im bundesdeutschen Gesetz verankert, in dem es heißt „...aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, (ist) dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen" (§ 1 TierSchG, Grundsatz), dennoch führen wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu Missständen, die es zu benennen gilt."

 

_______________________________________________________________________________________________
 

4. Rückmeldungen
Reaktionen auf die letzte KundenInfo


"Wer Fleisch essen will, muss Tiere schlachten - das weiß jeder. Wer Kopfsalat ohne Kunstdünger essen will, der auch - da wird’s schon komplizierter." schrieb ich in der letzten KundenInfo. Das fanden einige Veganer nicht so gut. Der Satz mit dem Kopfsalat bezieht sich vor allem auf die Richtlinien des ältesten Bio-Anbauverbands, Demeter. Tierhaltung ist hier Vorschrift, Demeter-Gärtner kooperieren in der Regel mit Biobauern, oder halten gar selber Tiere wie unser Tagwerk-Betrieb Obergrashof, der mit seinen 100ha gärtnerischer Anbauflächen entsprechend eine kleine Rinderherde mit Werdenfelser Rindern hält. Auch andere Anbauverbände betrachten die Tierhaltung als wichtigen Baustein für eine fruchtbare biologische Landwirtschaft.

Doch gibt es in den letzten Jahren starke Bestrebungen gerade auch junger Gärtner eine tierlose Alternative des biologischen Gärtnerns zu entwickeln, die besonders auf Fruchtfolge, Zwischenfrucht und Aufbau des Bodenlebens setzt. Die veganen Gärtner wollen einen Kopfsalat ernten, der natürlich ohne Kunstdünger, aber eben auch ohne tierischen Dung gesund wachsen kann. Kann das gehen, welche Erfahrungen gibt es, ist der Aufwand tragbar? Tagwerk-Gärtner Josef Degenbeck ist mit dabei und verkauft auf seinem Stand am Landshuter Wochenmarkt vegan erzeugtes Gemüse.
In einem der nächsten KundenInfos werden wir über seinen Weg berichten.

Ich freue mich sehr über diese Diskussion und wir werden an dieser Stelle demnächst ein entsprechendes Diskussions-Forum eröffnen.
____________________________________________________________________________________


 

Besuchen Sie unsere neu gestaltete Webseite mit den herausragenden Bildern von Peter Litvai.
Sie können dort nun auch diese KundenInfo finden, sich hier abmelden, wenn Sie diese Mail nicht mehr bekommen wollen.

Wie immer können Sie aber weiterhin einfach antworten, wenn Ihnen etwas gefallen hat oder nicht, Ihnen etwas fehlt oder Sie sonstige Anregungen haben.

Eine schöne Faschingszeit wünscht Ihnen Ihr Reinhard Gromotka
 

Powered by AcyMailing